Marianne Steffen-Wittek
Rhythmik (Music and Movement) | Vibraphon | Drumset | Percussion


BluShshDa Collective


BluShshDa Collective

Buchuan Zheng: Gitarre, Boris Nielsen: Bass, Marianne Steffen-Wittek: Drums, Shuyue Zhang: Piano, Hsin-Yun Tseng, Xiaonan Zhou: Tanz 

                  

Video Blushda 1 (Loft Köln 2024)                                                            Video Blushda 2 (Loft Köln 2024)

Marianne Steffen-Wittek (Vibraphon, Komposition): EP Between Hues (Excerpts)















Echo
(Tanzabend Folkwang-Universität der Künste Essen)
Hsin-Yun Tseng (Tanz)
Xiaonan Zhou (Tanz, Choreographie)


„Groove Fields in Jazz Music and Dance" - Vorbereitungsphase 

Im Projekt „Groove Fields in Jazz Music and Dance" werden künstlerische Prozesse erforscht, die sich mit der Frage nach der Körperlichkeit der Jazzmusik aus Sicht der Musiker:innen, der Tänzer:innen und des Publikums  beschäftigen. Subtile Groove-Wahrnehmung in Musik und Bewegung stehen dabei im Fokus.

Ausgehend von der Frage nach der Rolle des Körpers und der Bewegung in der Jazzmusik einerseits und den musikalischen Potenzialen im Tanz andererseits, lud Marianne Steffen-Wittek drei Jazzmusiker aus Köln und Berlin und zwei Tänzerinnen aus Essen zur Vorbereitungsphase des gemeinsamen künstlerischen Projekts ein. 

Erste Proben mit dem neu formierten Jazzquartett BluShshDa fanden im Frühjahr 2026 in Berlin statt (Buchuan Zheng: Gitarre, Shuyue Zhang: Piano, Boris Nielsen: Bass & Komposition, Marianne Steffen-Wittek: Drums, Vibraphon, Komposition & künstlerische Leitung). Sowohl mit dem Pianisten Shuyue Zhang als auch mit dem Bassisten Boris Nielsen hat Marianne Steffen-Wittek bereits in früheren künstlerischen Projekten und Konzerten zusammengearbeitet. In den Band-Proben von BluShshDa wurde auch die freie Bewegung der Musiker:innen - ohne Instrumente im Raum - in kleinen Versuchsanordnungen erkundet, um auf das Thema "Groove-Felder in Musik und Bewegung" einzustimmen.

Im April 2026 machte Marianne Steffen-Wittek die Tänzerinnen Hsin-Yun Tseng und Xiaonan Zhou mit der im Berliner Proberaum aufgenommenen Jazzmusik der Band BluShshDa vertraut. Die Tänzerinnen näherten sich der Musik sowohl über festgelegte Bewegungssequenzen, Groove-und Bounce-basierte Experimente und offene Bewegungsimprovisationen als auch kognitive und mentale Verarbeitungswege.

Für Dezember 2026 und Anfang 2027 sind gemeinsame Proben als BluShshDa Collective vorgesehen. 

Das mit dem „Deutschen Jazzpreis Club/Spielstätte des Jahres“ 2021 und 2023 ausgezeichnete Loft Köln bietet u.a. wegen seines Schwingbodens ideale Voraussetzungen für die Premiere des Projekts, die am 27.02.2027 dort stattfinden wird.

Für Herbst 2027 ist ein Nachfolge-Konzert im Alten Pfandhaus Köln geplant. Hierfür werden die bereits im Loft Köln angelegten Interaktionen mit dem Publikum ausgewertet und neu gewichtet. Eingeladen sind alle Tanzinteressierten, auch diejenigen, die bisher wenig Jazzerfahrung haben. Jugendliche und Erwachsene können dabei ungewohnte Jazzmusik von einer vertrauten Bewegungsperspektive aus in sogenannten Groove-Feldern* erfahren und ästhetisch genießen.

*Ein Begriff von Sebastian Matthias, der Groove-Phänomene im Umfeld von Clubs mit elektronischer Tanzmusik untersucht und als Choreograph künstlersich weiter entwickelt hat.

Matthias, Sebastian (2018): Gefühlter Groove. Kollektivität zwischen Dancefloor und Bühne, Bielefeld: transcript.

Steffen-Wittek, Marianne (2019): „Real Time Subtleties. Jazz, Groove und Drumset im Kontext der Rhythmik", in: Marianne Steffen-Wittek, Dorothea Weise, Dierk Zaiser (Hg.): Rhythmik - Musik und Bewegung. Transdisziplinäre Perspektiven, Bielefeld: transcript, S. 137-160.